Brian Tracy - Ziele I Buchtipp von Judith Usbeck

Wenn es um Zielarbeit geht, ist Klarheit oft der entscheidende Schritt. Brian Tracy zeigt in Ziele – Setzen. Verfolgen. Erreichen., wie man Ziele nicht nur formuliert, sondern auch strukturiert verfolgt. Das Buch ist praxisnah und gut gegliedert, sodass es sich leicht auf den eigenen Alltag übertragen lässt. Es geht nicht um theoretische Konzepte, sondern um konkrete Impulse: Fragen, Übungen und Methoden, die helfen, Ziele realistisch zu definieren und Schritt für Schritt umzusetzen.

Tracy betrachtet Zielarbeit aus mehreren Dimensionen: Beruf, persönliche Entwicklung, Beziehungen und Gesundheit. Das Buch macht deutlich, dass es sinnvoll ist, alle Lebensbereiche zu berücksichtigen, wenn man seine Ziele wirklich erreichen will. Für Mentorinnen und Mentoren kann das besonders hilfreich sein, um Gespräche über Zielsetzung im Mentoring strukturiert zu führen und eigene Erfahrungen zu reflektieren. Auch Mentees erhalten eine Orientierung, wie sie ihre persönlichen und beruflichen Ziele realistisch planen können, ohne sich von äußeren Erwartungen überrollen zu lassen.

Ein wichtiger Aspekt ist die Praxisnähe: Tracy bietet keine theoretischen Floskeln, sondern konkrete Schritte. Das macht es leicht, die Ideen sofort auszuprobieren. Gleichzeitig ist die Zielarbeit flexibel: Das Buch vermittelt Prinzipien, die sich an unterschiedliche Lebenssituationen anpassen lassen. So bleibt Zielsetzung kein starres Konzept, sondern ein hilfreiches Werkzeug, um Fortschritte zu planen und Erfolg sichtbar zu machen.

Im Kontext eines Mentoringprogramms ist Ziele – Setzen. Verfolgen. Erreichen. eine solide Grundlage. Es schafft Struktur und Orientierung, die für den Einstieg und die ersten Tandemgespräche sehr wertvoll ist.

Das Buch unterstützt dabei, die im Workshop entwickelten Ziele weiter zu schärfen und nachhaltig zu verfolgen. Eine hilfreiche Lektüre für alle, die Zielklarheit mit Umsetzbarkeit verbinden möchten.

Oliver Burkeman - 4000 Wochen- Das Leben ist zu kurz für Zeitmanagement I Buchtipp von Judith Usbeck

Wenn wir über Zielarbeit und Zeitmanagement sprechen, geht es oft darum, wie man effizienter wird und mehr erreicht. Oliver Burkeman schlägt in 4000 Wochen einen ganz anderen Weg ein. Er beginnt bei einer einfachen, aber radikalen Wahrheit: Unsere Lebenszeit ist begrenzt. Durchschnittlich haben wir etwa viertausend Wochen. Dieses Bewusstsein ist kein Grund zur Panik, sondern eine Einladung, über die eigenen Prioritäten nachzudenken und bewusster zu wählen, womit wir unsere Zeit verbringen.

Burkeman schreibt nicht als klassischer Ratgeber, der Methoden und To‑Do-Listen vorgibt. Stattdessen bietet er Denkanstöße und Reflexionsfragen, die dabei helfen, den eigenen Umgang mit Zeit, Zielen und Erwartungen zu hinterfragen. Es geht darum, zu erkennen, dass nicht alles optimiert werden muss und dass wir nicht jedem Trend, jeder Aufgabe oder jeder fremden Erwartung folgen können. Für Mentorinnen, Mentoren und Mentees kann das besonders hilfreich sein: Die eigenen Ziele werden dadurch nicht weniger wichtig, aber sie bekommen einen Rahmen, der realistisch und menschlich ist.

Das Buch verbindet persönliche Anekdoten, psychologische Erkenntnisse und philosophische Überlegungen. Es zeigt, wie wir den Druck reduzieren können, ständig alles perfekt erreichen zu müssen, und wie es gelingt, Entscheidungen bewusst zu treffen und Prioritäten sinnvoll zu setzen. Wer sich darauf einlässt, bekommt Impulse für eine reflektierte Lebens- und Zielgestaltung – und versteht, dass auch kleine Schritte, Pausen und Umwege zum Erfolg gehören.

4000 Wochen passt gut als Ergänzung zu klassischen Zielbüchern, weil es den Blick erweitert: von der reinen Umsetzung hin zu Sinn, Perspektive und Reflektion. Im Mentoringkontext ist das besonders wertvoll, weil Mentorinnen und Mentoren sowie Mentees angeregt werden, eigene Wege zu erkennen, realistische Erwartungen zu formulieren und Zeit als wertvolle Ressource zu begreifen. Das Buch macht deutlich, dass Ziele nicht nur erreichbar sein sollten, sondern auch zu einem Leben passen, das man bewusst gestalten möchte.